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Einführung als Zahlungsmittel – Kuba öffnet sich für Bitcoin

Oldtimer in Havana, Kuba

Am 7. September 2021 startet in El Salvador das mit Vorfreude und Spannung erwartete Projekt Bitcoin als offiziell anerkanntes Zahlungsmittel. Einem im Amtsblatt Gazette Oficial veröffentlichten Beschluss zufolge ist es wahrscheinlich, dass Kuba dem Vorbild von El Salvador folgt. Diesem Bericht zufolge plant die Regierung, Bitcoin zu legalisieren und als Zahlungsmittel anzuerkennen.

Wirtschaftliche Situation als Grund für die Einführung von Bitcoin als Zahlungsmittel sehr wahrscheinlich

Grund für diese Entscheidung ist mit großer Wahrscheinlichkeit die katastrophale wirtschaftliche Situation Kubas, verursacht unter anderem auch durch die Verschärfung wirtschaftlicher Sanktionen durch den Ex-Präsidenten der USA, Donald Trump. Der Dollar, die Zweitwährung Kubas, wurde dem Land durch Sanktionen nach zwei Jahrzehnten wieder entzogen. Dies ist besonders dramatisch, weil nahezu die gesamte kubanische Wirtschaft mit dem US-Dollar abgewickelt wurde. Der dadurch entstandene wirtschaftliche Schaden beziffert sich laut Angeben der Regierung auf circa 20 Milliarden US-Dollar.

Kubanische Zentralbank hat Bitcoin als Zahlungsmittel anerkannt

Die BCC (kubanische Zentralbank) hat laut einer am 26. August 2021 veröffentlichten Resolution Kryptowährungen als Zahlungsmittel in Kuba anerkannt. Dieses Dokument enthält zudem detaillierte Informationen zur Regulierung von Krypto-Dienstleistern in Kuba. Künftig gilt im Land:

  • Juristische Personen und Geldinstitute dürfen Kryptowährungen nun mit Privatpersonen oder untereinander austauschen.

Virtuelle Währungen dürfen demnach in Kuba folgendermaßen verwendet werden:

  • Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen
  • Swap- und Tauschgeschäfte
  • Abwicklung von Handels- und Geldgeschäften

Laut dieser Resolution steht es Privatpersonen frei, Transaktionen mit Kryptowährungen auch abseits des kubanischen Finanzsystems zu tätigen. Sie müssen sich allerdings über das hohe Risiko im Klaren sein. Staatlichen Unternehmen und Behörden hat die kubanische Zentralbank den Einsatz von Krypto-Assets ohne ausdrückliche Genehmigung verboten.

Laut „TRT“ begrüßt das kubanische Volk die Einführung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel, nachdem Kuba alle Einzahlungen in US-Dollar als Folge verschärfter Sanktionen durch die USA ausgesetzt hat. Kuba beweist erneut, dass Bitcoin spezifisch für Länder in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation kontinuierlich zu einer Alternative wird.

Projekterfolg in El Salvador ist entscheidend

Kuba ist nur ein weiteres von zahlreichen Ländern, das sich intensiv mit Kryptowährungen und der dahinter stehenden Blockchain-Technologie beschäftigt. Besonders viele Aktivitäten diesbezüglich sind außer in El Salvador beispielsweise in Argentinien und Paraguay feststellbar.

Der 7. September, der Tag der Einführung von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel in El Salvador, schließt bis dato andere Kryptowährungen aus und wirkt sich auf den gesamten Markt für Kryptowährungen aus. Erweist sich das Projekt als erfolgreich, ist es wahrscheinlich, dass weitere Länder, die sich in einer ähnlichen wirtschaftlichen Situation wie El Salvador befinden, dem Beispiel von Präsident Nayib Bukele folgen.

Umgekehrt könnte ein Scheitern des Bitcoin-Projektes in El Salvador auch große Investoren verunsichern.

Zahlreiche Experten vertreten z.B. die Meinung, dass Bitcoin als Zahlungsmittel deutlich ungeeigneter ist als andere Kryptowährungen. Sie betrachten BTC eher als digitale Alternative zu Gold. Allerdings verändern Second-Layer Applikationen wie Lightning für Bitcoin dieses Narrativ gerade erheblich, da hierdurch Transaktionen weltweit in Sekundenschnelle abgewickelt werden können, was Bitcoin zuvor noch nicht leisten konnte.

Sollte die Einführung der Kryptowährung in El Salvador dennoch wegen zu geringer Nutzung scheitern, könnten Paraguay, Kuba, Argentinien und sonstige Länder andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel testen. Lange Zeit war es undenkbar, dass digitale Währungen als offizielle Zahlungsmittel von Regierungen anerkannt werden.

>> El Salvador setzt 150 Mio. US-Dollar Bitcoin Fonds auf

Kryptowährungen sind endgültig in der realen Wirtschaft angekommen

Die Einführung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel in Kuba ist ein weiterer Beweis, dass virtuelle Währungen inzwischen auch in der realen Wirtschaft angekommen sind. Zweifellos besteht noch viel Entwicklungsbedarf. Es kann allerdings zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgegangen werden, das zahlreiche weitere Länder dem Beispiel von El Salvador und Kuba folgen werden.

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