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Sauberer geht es nicht: El Salvador startet tatsächlich Bitcoin-Mining mit „Vulkan-Energie“

Vulkan

El Salvadors amtierender Präsident Nayib Bukele twitterte am vergangenen Freitag die frohe Botschaft, dass erstmals Bitcoin-Mining durch die Nutzung von Vulkan-Strom stattgefunden hat. In dem Tweet teilt Bukele mit, dass sich das Projekt derzeit noch in der Testphase befindet. Allerdings habe El Salvador durch die Nutzung von Vulkan-Energie und mit Hilfe des notwendigen Equipments bereits 0,00599179 Bitcoin (rund 269 US-Dollar) erwirtschaften können. Dennoch kann Bukele den politischen Erfolg für sich verbuchen, da er mit dieser Meldung ein wichtiges Versprechen in die Tat umsetzt und die geothermische Energiequelle für das Wohl seines Landes einsetzt.

100 Prozent saubere Energie durch geothermische Verfahren

Die ersten Schritte in Richtung Vulkan-Bitcoin scheinen gemacht zu sein. Präsident Bukele veröffentlichte vor diesem Hintergrund ein 25 Sekunden lange Video, in welchem ein Container voll mit sogenannten Bitcoin-Mining Rigs gezeigt wird. Landschaftsaufnahmen rund um einen Vulkan komplettieren den Video-Beitrag mit der Bezeichnung „First steps…“. Mittlerweile verzeichnet der Tweet von El Salvadors Staatsoberhaupt mehr als zwei Millionen Aufrufe.

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Tatsächlich ist das „Ernten“ von Bitcoin durch die Nutzung von geothermischer Energie keine Erfindung El Salvadors. Dennoch beinhaltet Präsident Bukeles einst abgegebenes Versprechen den Schutz der Umwelt, wodurch das Projekt eine breite Öffentlichkeit erreicht. In der Vergangenheit haben Kritiker den CO2-Fußabdruck von Bitcoin-Mining heftig attackiert und kein gutes Haar daran verloren. Bukele beweist mit seinem Beitrag genau das Gegenteil.

Der weltweit bekannte Bitcoin-Miner Alejandro de la Torre erläutert hierzu, dass es sich dabei schlicht und einfach um geothermische Energie handele. Island mache sich diese Energiequelle bereits seit den Anfängen von Bitcoin-Mining zunutze. Unabhängig davon wird klar, dass Nayib Bukele sein Versprechen vom Juni 2021 gehalten hat und darüber hinaus großen Wert auf die Verbesserung der Umweltbilanz seines Landes legt. Als das „Land der Vulkane“ bekannt, überrascht das Bestreben nach der Gewinnung von geothermischer Energie vermutlich nur die wenigsten.

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Anteil der geothermischen Energie ist beeindruckend

In einem Bericht der „International Geothermal Association“ gewinnt El Salvador rund 25 Prozent der erzeugten Energie aus den geothermischen Feldern in Berlín und Ahuachapán. Das Feld in Berlín erzeugt bereits seit 2005 geothermische Energie und ist nach Schätzung der Experten das erfolgreichste Feld im gesamten lateinamerikanischen Raum. In welchem Umfang El Salvador das staatlich verordnete Bitcoin-Mining ausschließlich durch die Nutzung von Energie vulkanischen Ursprungs voranbringen kann, bleibt in den nächsten Monat abzuwarten.

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Sicher ist hierbei allerdings, dass das derzeitige Projekt einen großen Fortschritt darstellt. Neben der wachsenden Unabhängigkeit El Salvadors profitiert die Bitcoin-Szene vom Zeichen einer grüneren Zukunft, sodass sich bei der erfolgreichen Bewältigung des Projekts weitere Staaten mit der einen oder anderen umweltschonenderen Technologie für das Bitcoin-Mining befassen. Es ist damit zu rechnen, dass schon bald weitere positive Meldungen rund um das Mining von Bitcoins durch regenerative Energiequellen die Krypto-Szene erreichen werden.

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