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Institutionen

Regulatoren wollen Klarheit schaffen – Können Banken in USA schon bald Bitcoin in ihrer Bilanz halten?

Bitcoin statt US-Dollar

Der Bitcoin als Anlageklasse erfreut sich immer mehr internationaler Beliebtheit. Mittlerweile sogar so sehr, dass US-Banken die Cyberdevise möglicherweise bald halten könnten. Die Vorsitzende der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), Jelena McWilliams, äußerte in einem Interview gegenüber Reuters am 25. Oktober, dass ein Team bestehend aus US-Bankaufsichtsbehörden zusammengestellt wurde. Dieses Team setze sich dafür ein, dass Banken sich künftig mit Bitcoin eindecken dürften, um diese in Ihrer Bilanz als Vermögenswert auszuweisen.

>> Bislang ist Banken in den USA nur erlaubt, BTC für Ihre Kunden zu verwahren (wie z.B. die Vast Bank oder die U.S.-Bank), nicht jedoch in der eigenen Bilanz.

Kryptowährungen bald als offiziell anerkannter Vermögenswert?

Hierzu gehören eindeutige Regeln bezüglich der Verwahrung von Kryptowährungen, um auch den Kunden den Handel mit diesen zu erleichtern. Weiterhin könnten Cyberdevisen als Sicherheiten für Kredite fungieren oder eben in der Bank-Bilanz wie ein traditioneller Vermögenswert auftauchen. Denn sollten Kryptowährungen nicht in das Bankensystem aufgenommen werden, so werden sie sich außerhalb dessen weiterentwickeln. Dies hätte wiederum eine zur Folge, dass Kryptowährungen in keiner Weise regulierbar wären. Ein Problem an der Integration von Kryptowährungen ist die inhärente hohe Volatilität, welche tagtäglich auftritt.

Die größten Behörden arbeiten zusammen

Das ursprüngliche Ziel des zusammengestellten Teams war es, die Koordination der Kryptowährungspolitik zwischen den drei großen US-Bankaufsichtsbehörden sicherzustellen. Hierzu gehören die FDIC, Office of the Controller of the Currency und Federal Reserve. Aufgrund des rasanten Aufstiegs der Kryptowährungen kam es in den Vereinigten Staaten zu einem undurchsichtigen Regulierungsbild, welches nun behoben werden soll.

Bereits im Mai verkündete der stellvertretende Aufsichtsvorsitzende der Federal Reserve, Randal Quarles, dass alle großen US-Finanzaufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um Problemfelder bezüglich Kryptowährungen anzugehen. Hierdurch entstand das sogenannte Sprint Team, welches sich, wie oben bereits angeführt, mit der geregelten Einführung von Kryptowährungen im Bankenbereich kümmert.

Es wurde noch kein konkreter Termin bekannt gegeben

Anfang Oktober wurde von der U.S. Bancorp bekannt gegeben, dass diese einen Kryptowährungsverwahrungsdienst für institutionelle Anlageverwalter einführen wird. Jedoch deuten Kommentare von McWilliams darauf hin, dass die Aufsichtsbehörden noch immer nach Möglichkeiten suchen, Kryptowährungen mit in die traditionelle Bankenaufsicht einzubeziehen. Eine zeitliche Eingrenzung wurde seitens Jelena McWilliams nicht eingeräumt. Wann es also zur entsprechenden Integration kommt, ist noch unklar. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um ein wann und nicht ob.

Regulierung als bullishes Signal?

Auch wenn Krypto Hardlinern das Konzept von regulierten Kryptowährungen sehr widerstreben mag, so kann sich eine Regulierung auch bullish auswirken. Wird der Bitcoin von großen Banken und Institutionen als gewöhnliches Asset vertrieben, so hat eine noch deutlich breitere Masse an potenziellen Investoren die Möglichkeit, in die Cyberdevise zu investieren. Besonders der Bitcoin könnte in Zeiten eines möglicherweise stark überhitzten Aktienmarktes als deflationäres Asset in Form eines Hedges fungieren. Die Adaption von Kryptowährungen in der breiten Weltbevölkerung nimmt immer mehr zu und dürfte in absehbarer Zeit nochmals deutlich an Fahrt aufnehmen.

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