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Know-How

Update für Bitcoin: Das bringt das „Taproot Upgrade“

Taproot Upgrade

In den letzten Jahren gab es keine signifikanten Neuerungen bei der wertvollsten Kryptowährung der Welt. Im November 2021 wurde jedoch das Taproot-Update implementiert und das Bitcoin-Protokoll verändert. Das neue Update, das als Soft Fork in den Quellcode des Bitcoin-Netzwerks integriert wurde, ist unter dem Namen Taproot bekannt. Doch was bringt das Taproot Upgrade eigentlich genau?

Implementierung der Schnorr-Signaturen

Die wichtigste Änderung des technischen Upgrades des Bitcoin-Protokolls sind die Schnorr-Signaturen. Diese sollen die bis dato führenden ECDSA-Signaturen ergänzen. ECDSA ist zentral für die kryptografische Signatur im Bitcoin-Netzwerk und stellt sicher, dass nur die rechtmäßigen BTC-Besitzer Coins ausgeben können, die mit dem Private Key verknüpft sind. Die Signaturen ermöglichen eine sichere Zuordnung, obgleich der Private Key nicht offen gelegt werden muss.

Durch die Aktivierung des Taproot-Upgrades gibt es nun eine weitere Möglichkeit: die sogenannten Schnorr-Signaturen. Diese sollen dieselbe Sicherheit wie ECDSA bieten. Zugleich gibt es technische Features wie die Key Aggregation. Dank Schnorr Signaturen ist es möglich, mehrere Public Keys zusammenzufassen, um diese im Anschluss nur mit einem einzigen Private Key zu signieren. Bei den ECDSA-Signaturen waren noch verschiedene Private Keys erforderlich.

Mehr Privacy dank Taproot-Upgrade

Durch die neuen Schnorr-Signaturen soll die Privacy im Bitcoin-Netzwerk weiter steigen. Durch die durch Schnorr erstellen MultiSig-Signaturen können Beobachter die Transaktion nicht mehr von SingleSig-Transaktionen unterschieden. Schließlich reicht wie dargestellt ein Private Key aus, um mehrere Transaktionen durchzuführen. Die Entwickler des Taproot-Upgrades äußerten sich bereits früh dahingehend, dass Transaktionen auf der Blockchain in Zukunft wie gewöhnliche Zahlungen aussehen werden, obgleich es sich um komplizierte Protokolle handelt. Damit wird die Privatsphäre der Bitcoin-Nutzer geschützt, zugleich sollen die Transaktionsgebühren sinken. Da nach der Implementierung von Taproot nur noch eine Signatur berechnet wird, werden weniger Daten gespeichert. Dadurch steigt die Privatsphäre, da alle Transaktionen auf der öffentlichen Blockchain so aussehen, als seien es Transaktionen mit nur einer einzelnen Signatur.

Bitcoin-Netzwerk wird effizienter

Das Bitcoin-Netzwerk profitiert von den neuen Signaturen. Wer vorher ein MultiSig-Schema aufsetzte, musste für jeden Key eine eigene Signatur erstellen, damit das Netzwerk die Authentizität verifizieren konnte. Da fortan nur noch eine Signatur erforderlich ist, sinkt der Aufwand im Bitcoin-Netzwerk. Die beteiligten Keys werden dank Schnorr-Signatur aggregiert und es läuft nur noch ein Script, das die jeweilige Signatur überprüft. Die höhere Effizienz dürfte sich positiv auf Geschwindigkeit und Kosten im Bitcoin-Netzwerk auswirken.

Smart Contracts für die wertvollste Kryptowährung der Welt

Durch das Taproot-Upgrade werden Smart Contracts auf der Bitcoin Blockchain noch besser möglich. Dabei handelt es sich um einfache Anwendungen, die Verträge zwischen zwei Parteien darstellen. Die Ausführung der Smart Contracts erfolgt automatisch, wenn bestimmte Bedingungen vorliegen. Die Programme für die Smart Contracts auf der Bitcoin Blockchain werden durch das neue Upgrade sowohl kleiner als auch günstiger. Dadurch steigt das Potenzial des Bitcoin-Netzwerks als Smart Contract Plattform. Einige Experten bezeichnen die Auswirkungen durch das Taproot-Upgrade sogar als revolutionär, da in der Vergangenheit hauptsächlich die Ethereum-Blockchain für Smart Contracts genutzt wurde.

Große Akzeptanz für Taproot-Upgrade

Kryptowährungen leben als junge Assetklasse insbesondere vom Vertrauen der Anleger und Nutzer. Folglich kommt es auch auf die Akzeptanz der Community für ein neues Upgrade an. Beim Taproot-Upgrade nahm der Großteil der Community die Neuerungen positiv auf. Beim letzten großen Bitcoin-Upgrade – dem SegWit-Upgrade aus 2017 – sah dies noch anders aus. Die Bitcoin-Community stritt sich über die Richtung der wertvollsten Kryptowährung der Welt. Mehr Einigkeit gab es nun für das letzte Upgrade, das die nahezu vollständige Unterstützung der Bitcoin-Community erhielt.

Bitcoin-Kurs korrigiert nach Upgrade

Nachhaltig positive Auswirkungen auf den BTC-Kurs gab es durch das Taproot-Upgrade bis dato keine. Der Bitcoin-Kurs entwickelte sich vor dem Upgrade hervorragend. Seit Mitte November korrigierte die wertvollste Kryptowährung der Welt jedoch deutlich. Anfang des Jahres 2022 bewegt sich der Bitcoin rund zwei Monate nach dem Taproot-Upgrade unter der psychologisch wichtigen 50.000 US-Dollar Grenze und wartet auf weitere Impulse.

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