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Legendärer „Wolf of Wall Street“ Krypto-Bulle Jordan Belfort fordert Bitcoin-Regulierung

Wolf of Wall Street

Der legendäre Wall Street Händler und verurteilte Anlagenbetrüger Jordan Belfort (als „Wolf of Wallstreet“ sogar Vorlage für den Blockbuster Film) hat jetzt eine für einige überraschende Äußerung in Bezug auf die Zukunft des Bitcoin und des gesamten Kryptomarktes gegeben. Belfort, der heute unter anderem als Mental Trainer tätig ist, forderte, den Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt gesetzlich stark zu regulieren. Diese Forderung von Belfort passt zu den jüngst bekannt gewordenen Plänen der US-Börsenaufsicht und Finanzbehörden, eine stärkere Bitcoin- und Kryptowährung-Regulierung auch gesetzgeberisch auf den Weg zu bringen.

Regulierung = positive Wirkung für Kurs

Mögen die Forderungen von Belfort für Krypto-Fans auf den ersten Blick befremdlich erscheinen, macht eine solche Regulierung durchaus Sinn. Belfort selbst macht in dem Interview ebenfalls klar, dass er selbst immer schon Anhänger der Kryptowährung ist und auch an deren Zukunft glaubt. Er selbst sei auch in Krypto-Währungen investiert. Seiner Meinung nach wäre eine strenge Regulierung sogar sehr positiv für den Bitcoin und würde langfristig steigende Kurse und Stabilität mit sich bringen. Und dieses Argument ist auch sehr schlüssig.

Es geht hier schließlich nicht um eine willkürliche staatliche Gängelung wie die chinesische Regulierung sie zum Beispiel seit kurzem praktiziert. Während die Anti Bitcoin Maßnahmen in China offensichtlich politisch motiviert sind und die eigene Kryptowährung, den Digital Yuan und die Firma Yuan Pay protegieren und fördern sollen, wären nachvollziehbare Regulierungen in den westlichen Staaten wie den USA ein positives Signal. Der Bitcoin hat seit langem ein negatives Image als Spekulationsobjekt, Stromfresser, klimaschädlich und ideales Instrument für kriminelle Geschäfte im Darknet und als perfektes Finanztool für Geldwäsche.

Genau das hält natürlich seriöse und an strikte Auflagen für sichere und gesetzeskonforme Investitionen gebundene Großinvestoren wie Hedgefonds und Versicherungen und Pensionsfonds von Investitionen in den Bitcoin und andere Kryptowährungen ab. Aber genau diese Investitionen wären ein klares Signal für steigende Kurse und Stabilität des Bitcoin in der Zukunft. Es ist wichtig, dass der Bitcoin und die gesamten Kryptowährungen das halbseidene Image der Outlaw Schattenwährung in den Graumärkten verlieren und als seriöse Alternative zu den staatlichen FIAT-Währungen alter Prägung angesehen werden.

Grundsätzlich würde auch eine solche moderate Regulierung nichts an den Vorteilen des Bitcoin (Unabhängigkeit vom klassischen Bankensystem und der Politik der Notenbanken, Unabhängigkeit von den Gebührenpolitiken der Banken Player und mehr Freiheit und Datenschutz bei Transaktionen ändern)

>> Update: Nächste Investment-Legende: George Soros wechselt ins Bitcoin-Lager

Bereits früher Kritik geäußert

Dass Belfort die Stablecoin Tether als „Betrug“ benennt, ist auch keine herausragende Nachricht oder eine Abkehr von bisherigen Positionen. Belfort hat Tether immer schon als betrügerisch bezeichnet und liegt damit auf einer Linie mit Ermittlungen der US-Finanzaufsicht, die jetzt entsprechende großangelegte Ermittlungen gegen Tether zum Abschluss bringen will. Wenn an der Vorwürfen etwas dran ist, wird das gerichtsfest in nächster Zeit belegt werden – oder auch nicht.

Dass Belfort schon im Jahre 2017 vor Machenschaften und problematischen Geschäften bei Tether warnte, spricht eher für seine Expertise auf dem Kryptowährungs-Markt. Belfort betont auch ausdrücklich, dass sich an seiner bullischen Einstellung gegenüber dem Bitcoin und dem Kryptomarkt generell nichts geändert hat. Auch das ist somit konsequent wie auch die ganzen Äußerungen inhaltlich auf seiner bisher schon vertretenen Linie liegen und somit weder überraschend noch widersprüchlich sind. Hier ist also kein Krypto Bulle „umgefallen“ sondern hat nur das an Bedenken geäußert, was auch früher schon bekannt war.

Deutschland längst bei Regulierung aktiv

Dass eine Regulierung sehr positiv sein kann, hat die jüngste Gesetzesänderung in Deutschland gezeigt. Nach der Freigabe der Möglichkeit für große institutionelle Anleger wie Versuchungen und Pensionsfonds, bestimmte Fonds aufzulegen, in denen bis zu 20 % in Kryptowährungen investiert werden kann, hat auch schon die DekaBank entsprechende Pläne, wenn man den Gerüchten glauben kann. Grundsätzlich will Deutschland mehr auf Blockchain Technologie und Token setzen (Quelle). Etwas mehr Seriosität kann dem Bitcoin Kurs nur guttun, und beschädigt nicht die Freiheiten und Vorteile der Kryptowährungen.

Foto: Universal

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